Extreme Wetterereignisse stellen das Leben der Menschen zunehmend auf die Probe, insbesondere in urbanen Ballungsräumen. Städte besser für den Klimawandel zu wappnen ist das Ziel von blau-grünen Infrastrukturprojekten. Pflanzenkohle nimmt eine Schlüsselrolle beim Schutz von Städten vor Überschwemmungen, Hitzewellen und Wasserverschmutzung ein.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Mitte 2023 schätzungsweise 4,6 Milliarden der weltweit 8 Milliarden Menschen in Städten: das sind 57 % der Weltbevölkerung. Prognosen der Vereinten Nationen (UN) zufolge wird die weltweite Stadtbevölkerung bis 2030 auf 5,2 Milliarden Menschen ansteigen. Urbane Gebiete sind zum Lebensmittelpunkt der Menschen geworden – und bergen gleichzeitig klimabedingte Risiken, die es zu bewältigen gilt.
Aufgrund der globalen Erwärmung und des Temperaturanstiegs nehmen extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Stürme zu: Laut Studien von Munich RE, die die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf wetterbedingte Naturkatastrophen analysiert, hat sich die Zahl der extremen Wetterereignisse seit Anfang der 1990er Jahre weltweit verdoppelt. Diese Wetterextreme können zu einer großen Bedrohung für das menschliche Leben, insbesondere in städtischen Gebieten, werden und Ökosysteme, Infrastruktur und Lebensräume zerstören. Jüngste Überschwemmungen wie in Porto Alegre (Brasilien) und in Süddeutschland im Frühjahr 2024 haben eines der Hauptprobleme in dicht besiedelten Gebieten drastisch vor Augen geführt: Der Wasserkreislauf in der Natur und in Städten ist unterschiedlich.


